Schlagwort: Künstlergruppe Lücke

SCHON GESEHEN? | JANUAR 2026

Wolfgang Opitz: „Ohne Titel“, Mischtechnik auf Karton, 2002, 52 x 76 cm

„Zum Beispiel sehe ich als ehemaliger Elektromonteur (1960 – 1964) in der Anwendung von Elektrizität und in der Malerei in der Kunst zwei spezifische, universelle Methoden der Energiegewinnung. […] Die Malerei beruht auf farbphysikalischen und farbchemischen Gesetzmäßigkeiten von Farben, d. h. Pigmenten bei Licht, deren Qualität und Intensität mit ihrer Wellenlänge bestimmbar ist. Aber es ist auch eine Tatsache, dass unsere Sinneswahrnehmung von Farbe von den Nachbarschaftsfarben beeinflusst, relativiert wird.“

Wolfgang Opitz, in: Quellcodegeschicke. 40 Jahre nach Lücke, Basel, 2016


SCHON GESEHEN? | NOVEMBER 2025

A. R. Penck: „Die mit den Wölfen heulen“, Farbsiebdruck, um 1985, 100 x 70 cm

Die Künstlergruppe Lücke wurde 1972 gegründet von Harald Gallasch, Wolfgang Opitz, Steffen Terk und A. R. Penck.

Hinter dem Pseudonym „A. R. Penck“ steht der Künstler Ralf Winkler, der bereits in den 1960er Jahren in Ausstellungen in der BRD vertreten war.

Er ist bekannt für seinen unverwechselbaren Stil, der von Piktogrammen und Höhlenmalereien inspiriert ist. Jeder Betrachter soll die Bedeutung seiner Werke mithilfe dieser Zeichen, den sogenannten „Standarts“, erschließen können.


SCHON GESEHEN? | OKTOBER 2025

Künstlergruppe Lücke: „Gefährdung bei Nacht“, Latex auf Nessel, 1972, 150 x 150 cm

Die vier Künstler Harald Gallasch, Wolfgang Opitz, Steffen Terk und A.R. Penck gründeten 1972 die Künstlergruppe Lücke. Der Name ist ein selbstbewusster und ironischer Bezug auf die bekannte Dresdner Künstlergruppe Brücke.

Auf dem Bild „Gefährdung bei Nacht“ ist zu sehen, wie die Künstler gemeinsam auf einer Bildfläche arbeiteten. Die Leinwand wurde in vier Teile geteilt und jeder malte abwechselnd auf seinem Bereich, bis keiner mehr etwas hinzufügen wollte. Dabei wurde mitunter auch diskutiert, gestritten, gekeilt und sich gegenseitig mit Farbe begossen. Es war eine intensive und kreative Zusammenarbeit.

Am Ende der Lücke, 1976, standen vier individuelle Künstler, die gestärkt mit diesen Erfahrungen ihre eigenen Wege gingen.


AUSSTELLUNG KÜNSTLERGRUPPE LÜCKE

Steffen Terk: „Synthesizer (VEEM) Vernichtungs-Erhaltungs-Erneuerungs-Maschine“, Latex auf Nessel, 1976, 133 x 193 cm

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen für die gelungene Vernissage am 12. September 2025. Besonderer Dank gilt Jakub Tylman (Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz) für die musikalische Untermalung.

Ab jetzt können Sie die Ausstellung gern mit Freunden, Bekannten oder der Familie nach Voranmeldung besuchen. Sie erreichen uns unter 0172 7649723 oder per E-Mail an: marion.ludwig@artig-online.de.