- SCHON GESEHEN? | MÄRZ 2026

Steffen Terk: „Gesicht (Reaktorart)“, Latex auf Nessel, 1975, 194 x 137 cm „Ich hatte, bevor ich in dieser Lücke mitgearbeitete habe, eine ganz kurze künstlerische Eigenproduktion und war sehr an alten Meistern – vor allen Dingen der Renaissance – orientiert. […] Eigentlich sind meine eigenen Sachen entstanden in der Auseinandersetzung mit diesen Lücke-Arbeiten. Mich hat es auch sehr beeinflusst, und zwar nicht nur stilistisch, sondern in der Vorgehensweise.“
Steffen Terk, in: Lücke TPT: Gemeinschaftsbilder von
H. Gallasch, W. Opitz, A. R. Penck, Terk, Dresden 1971 – 1976, Mainz, 1992Die Ausstellung mit Werken der Künstlergruppe Lücke können Sie noch bis zum 31. März 2026 mit Freunden, Bekannten oder Ihrer Familie besuchen. Melden Sie sich gern an: per E-Mail an Marion.Ludwig@artig-online.de oder mobil 0172 7649723.
- SCHON GESEHEN? | FEBRUAR 2026

Harald Gallasch: „Ohne Titel“, Schreibmaschine auf Papier, 1977, 29,7 x 21 cm Harald Gallasch ist vier Jahre als Mechaniker tätig, bevor er sich selbstständig der Kunst widmet. Innerhalb der Künstlergruppe Lücke ist er derjenige, der schockiert: übermalt, zerschneidet oder mit dem Hammer bearbeitet. Die Dienstpflicht in der Nationalen Volksarmee unterbricht die Aktivität in der Gruppe. Danach widmet er sich vor allem dem eigenen Werk, zum Beispiel Schreibmaschinengrafiken. Mithilfe mehrfacher Überschreibungen des Blattes entstehen immer dunklere Flächen, die dem Bild Räumlichkeit verleihen.
- SCHON GESEHEN? | JANUAR 2026

Wolfgang Opitz: „Ohne Titel“, Mischtechnik auf Karton, 2002, 52 x 76 cm „Zum Beispiel sehe ich als ehemaliger Elektromonteur (1960 – 1964) in der Anwendung von Elektrizität und in der Malerei in der Kunst zwei spezifische, universelle Methoden der Energiegewinnung. […] Die Malerei beruht auf farbphysikalischen und farbchemischen Gesetzmäßigkeiten von Farben, d. h. Pigmenten bei Licht, deren Qualität und Intensität mit ihrer Wellenlänge bestimmbar ist. Aber es ist auch eine Tatsache, dass unsere Sinneswahrnehmung von Farbe von den Nachbarschaftsfarben beeinflusst, relativiert wird.“
Wolfgang Opitz, in: Quellcodegeschicke. 40 Jahre nach Lücke, Basel, 2016
- SCHON GESEHEN? | NOVEMBER 2025

A. R. Penck: „Die mit den Wölfen heulen“, Farbsiebdruck, um 1985, 100 x 70 cm Die Künstlergruppe Lücke wurde 1972 gegründet von Harald Gallasch, Wolfgang Opitz, Steffen Terk und A. R. Penck.
Hinter dem Pseudonym „A. R. Penck“ steht der Künstler Ralf Winkler, der bereits in den 1960er Jahren in Ausstellungen in der BRD vertreten war.
Er ist bekannt für seinen unverwechselbaren Stil, der von Piktogrammen und Höhlenmalereien inspiriert ist. Jeder Betrachter soll die Bedeutung seiner Werke mithilfe dieser Zeichen, den sogenannten „Standarts“, erschließen können.
- SCHON GESEHEN? | OKTOBER 2025

Künstlergruppe Lücke: „Gefährdung bei Nacht“, Latex auf Nessel, 1972, 150 x 150 cm Die vier Künstler Harald Gallasch, Wolfgang Opitz, Steffen Terk und A.R. Penck gründeten 1972 die Künstlergruppe Lücke. Der Name ist ein selbstbewusster und ironischer Bezug auf die bekannte Dresdner Künstlergruppe Brücke.
Auf dem Bild „Gefährdung bei Nacht“ ist zu sehen, wie die Künstler gemeinsam auf einer Bildfläche arbeiteten. Die Leinwand wurde in vier Teile geteilt und jeder malte abwechselnd auf seinem Bereich, bis keiner mehr etwas hinzufügen wollte. Dabei wurde mitunter auch diskutiert, gestritten, gekeilt und sich gegenseitig mit Farbe begossen. Es war eine intensive und kreative Zusammenarbeit.
Am Ende der Lücke, 1976, standen vier individuelle Künstler, die gestärkt mit diesen Erfahrungen ihre eigenen Wege gingen.